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Verbreitung

Geteilt wird der Film, gelesen wird der Text

Ein guter Fachbeitrag wird selten weitergereicht. Nicht weil er schlecht wäre, sondern weil das Weiterreichen Arbeit macht: Man müsste erklären, worum es geht, und wer das erklären soll, hat den Text ja meist selbst nur überflogen.

Neunzig Sekunden Video erledigen diese Erklärung von selbst. Sie laufen in der Vorschau an, sie funktionieren ohne Ton, und sie sind in drei Sekunden weitergeschickt. Der Film ist dabei nicht das Ziel — er ist der Anlass, dem der Text folgt.

Was Sie in die Hand bekommen

Alles liegt als Datei vor. Kein Portal, kein Einbettungscode von mir, keine Abhängigkeit, die in zwei Jahren ausläuft.

Der Film als MP4

1080p, H.264, Untertitel bereits ins Bild geschnitten. Diese eine Datei funktioniert überall gleich — im eigenen Artikel, auf einer Videoplattform, in einem sozialen Netzwerk, im internen Kanal.

Untertitel getrennt

Zusätzlich als SRT und VTT. Plattformen, die eigene Untertitel anzeigen, bekommen so eine saubere Spur — und Suchmaschinen einen lesbaren Text zum Video.

Ein Standbild als Vorschau

Für die Stelle im Artikel, an der das Video steht, und für die Kachel in der Vorschau einer geteilten Nachricht. Ohne eigenes Vorschaubild entscheidet sonst die Plattform, welcher Frame Sie repräsentiert.

Ein Beschreibungstext

Vorbereitet, mit dem Link auf den Beitrag in der ersten Zeile und den vollständigen Bildnachweisen darunter. Im Video selbst steht die Kurzform — die Langform gehört in die Beschreibung.

Der Weg zurück, dreifach

Ein Video ohne Rückweg ist unterhaltsam und folgenlos. Deshalb sind drei Verweise fest eingebaut, an drei verschiedenen Stellen — weil je nach Plattform eine andere davon sichtbar bleibt.

  1. IM BILD

    Die Endcard

    Am Ende steht die Absenderzeile mit Namen und Adresse, darunter der Block mit den Bildnachweisen. Diese Zeile überlebt jedes Kopieren, jedes erneute Hochladen und jede Plattform, die Beschreibungen abschneidet.

  2. IM TEXT DANEBEN

    Die Beschreibung

    Der Link auf den Beitrag steht in der ersten Zeile, nicht nach dem „mehr anzeigen“. Darunter die Nachweise in Langform. Das ist die einzige Stelle, an der ein anklickbarer Link möglich ist — entsprechend weit nach oben gehört er.

  3. AUF IHRER SEITE

    Der Beitrag selbst

    Das Video oben im Artikel, vor dem ersten Absatz. Wer es zu Ende sieht, ist bereits auf der Seite, auf der der Text steht — der kürzeste denkbare Rückweg, und der einzige, der ohne fremde Plattform auskommt.

Wohin dieselbe Datei geht

Bewusst ohne Zuschnitt je Plattform. Ein zweites Format kostet Zeit und bringt in dieser Größenordnung wenig; wenn es sich später als nötig erweist, lässt es sich aus demselben Schnitt nachziehen.

OrtWas er bringtWorauf zu achten ist
Der eigene Artikel Verweildauer und ein Einstieg für Leser, die sonst nach zwei Absätzen gehen Vorschaubild setzen, nicht automatisch abspielen lassen
Videoplattform Auffindbarkeit über die Suche, dauerhafte Adresse zum Verlinken Untertiteldatei separat hochladen, Link in die erste Beschreibungszeile
Berufliches Netzwerk Weitergabe in Fachkreisen, oft die stärkste Quelle für qualifizierte Leser Direkt hochladen statt zu verlinken — geteilte Links werden schlechter ausgespielt
Offene Netzwerke Reichweite ohne Algorithmus, dafür langsamer Bildbeschreibung ergänzen, Dateigröße im Blick behalten
Newsletter Die verlässlichste Rückkehrquelle, weil die Empfänger schon zugestimmt haben Standbild einbetten, das auf die Artikelseite verlinkt — kein Video in der Mail

Was ich dabei nicht verspreche

  • Keine Zahlen. Wie viele Leute ein Video sehen, hängt an Thema, Zeitpunkt und Netzwerk — nicht am Schnitt. Wer Ihnen eine Reichweite zusagt, rät.
  • Kein Ersatz für Verteilung. Der Film macht das Teilen leicht; teilen muss ihn trotzdem jemand.
  • Keine Rechteklärung. Die Nachweise liegen vollständig vor, die Freigabe für eine Veröffentlichung außerhalb des Ursprungsbeitrags treffen Sie.
  • Kein Dauerbetrieb. Ein Video pro Beitrag, wenn der Beitrag es trägt. Eine fortlaufende Serie ist etwas anderes und sollte auch anders geplant werden.

Der ehrliche Kern: Der Film soll nicht der Ort sein, an dem Ihre Arbeit endet, sondern der Anlass, an dem sie gefunden wird. Alles auf dieser Seite dient dem einen Zweck, dass jemand nach neunzig Sekunden weiterliest.